9 Februar 2026

Jake Hildebrand: Der Weg eines amerikanischen Torhüters zum Meisterstatus bei den Eisbären Berlin

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Jake Hildebrand zählt zu den auffälligsten Torhütern der heutigen Deutschen Eishockey Liga (DEL) und ist eine tragende Säule der Eisbären Berlin. Seine konstante Leistung, blitzschnellen Reaktionen und seine Ruhe in entscheidenden Momenten haben ihn zu einer medial präsenten Figur des Klubs gemacht. Hildebrands Karriere – vom US-amerikanischen College-Hockey bis hin zu Meistertiteln in Deutschland – weckt seit Jahren das Interesse von Fans und Fachjournalisten. Mehr dazu auf iberlin.

Die Entwicklung von Jake Hildebrand

Jake Hildebrand wurde am 19. Juni 1993 in Butler, Pennsylvania (USA), geboren. Bereits in jungen Jahren besuchte er eine örtliche Schule und trainierte nach dem Unterricht regelmäßig im Eishockey. Dort erhielt er seine grundlegende sportliche Ausbildung. In der Jugend spielte er in mehreren US-amerikanischen Juniorenligen, unter anderem in der United States Hockey League (USHL), die als eine der wichtigsten Talentschmieden für zukünftige Profis gilt.

Bei den Sioux City Musketeers und den Cedar Rapids RoughRiders agierte Hildebrand als Stammtorhüter. In der Saison 2011–2012 absolvierte er für die RoughRiders 43 Spiele. Seine Fangquote lag bei 91,3 %, der Gegentorschnitt bei 2,79. In mehreren Begegnungen parierte er mehr als 35 Schüsse pro Spiel – ein klarer Beleg für seine Belastbarkeit auch unter starkem Druck. Diese Leistungen machten Scouts aus dem College-Bereich und der NCAA auf ihn aufmerksam.

Nach dem Ende seiner Juniorenzeit wechselte Hildebrand an die Michigan State University. Dort sammelte er über mehrere Spielzeiten wertvolle Erfahrung. Besonders herausragend war die Saison 2014–2015: In 35 Partien erreichte er eine Fangquote von 93 % bei einem Gegentorschnitt von 2,18. In dieser Spielzeit wurde er in das All-American First Team berufen.

Während seiner College-Jahre wurde Hildebrand mehrfach als Torhüter der Woche in der Big Ten Conference ausgezeichnet. Insgesamt bestritt er mehr als 130 Spiele für sein Universitätsteam und zählte zu den konstantesten Goalies der Liga. In mehreren Partien parierte er über 40 Schüsse und führte sein Team mit starken Auftritten zum Sieg.

Der Profistart in Nordamerika

Nach seinem Universitätsabschluss unterschrieb Hildebrand einen Vertrag bei den Allen Americans aus der ECHL. In der Saison 2015–2016 sammelte er seine ersten Erfahrungen im Profieishockey und passte sich schnell an das höhere Spieltempo und die physische Intensität an. Es folgten Stationen bei weiteren ECHL-Klubs, darunter Indy Fuel und die Florida Everblades. Besonders bemerkenswert war ein Shutout für Indy Fuel, bei dem er keinen Gegentreffer zuließ.

Im Jahr 2021 wurde Hildebrand mit den Florida Everblades als ECHL Goaltender of the Year ausgezeichnet. In dieser Saison verbuchte er 23 Siege bei 10 Niederlagen, eine Fangquote von 92,3 % und einen Gegentorschnitt von nur 2,40. Mehrfach wurde er zudem zum Torhüter der Woche der Liga gewählt.

Sein Spielstil zeichnete sich früh durch schnelle Reflexe, präzise Winkelkontrolle und große Sicherheit bei Schussserien aus. Auch in Play-off-Spielen blieb er unter Druck konstant und parierte in mehreren Partien über 30 Schüsse, während sein Team knappe Siege einfuhr.

Mit hunderten Einsätzen in ECHL und AHL verfeinerte Hildebrand seine Technik kontinuierlich. Selbst in schwierigen Spielsituationen blieb er ruhig und verschaffte seinen Mannschaften stets die Chance auf den Erfolg.

Der Wechsel nach Europa und die Jahre in Deutschland

Im Jahr 2021 entschied sich Jake Hildebrand für den Schritt nach Europa. Sein Vertrag bei den Löwen Frankfurt aus der DEL2 markierte den Beginn seiner europäischen Karriere. Der Klub verfolgte ambitionierte Ziele und benötigte einen zuverlässigen Torhüter auf höchstem Niveau.

In seiner ersten Saison absolvierte Hildebrand über 50 Spiele in der Hauptrunde und den Play-offs. Seine Fangquote lag bei 91,2 %, der Gegentorschnitt bei 2,65. Mehrere Shutouts – unter anderem gegen die Bietigheim Steelers und die Lausitzer Füchse – unterstrichen seinen Wert für das Team.

In der Saison 2022–2023 erreichten die Löwen Frankfurt einen der besten Spielzeiten ihrer DEL2-Geschichte. Der Klub beendete die Hauptrunde auf Platz zwei und zog bis ins Finale der Play-offs ein. Hildebrand überzeugte dabei mit Konstanz: In 12 von 15 entscheidenden Spielen lag seine Fangquote über 90 %, der Gegentorschnitt in den Play-offs betrug 2,20.

Diese Leistungen ebneten Frankfurt den Weg in die höchste Spielklasse und lenkten die Aufmerksamkeit mehrerer PENNY-DEL-Klubs auf den amerikanischen Torhüter.

Jake Hildebrand bei den Eisbären Berlin

Am 13. Juni 2023 gaben die Eisbären Berlin die Verpflichtung von Jake Hildebrand für die Saison 2023–2024 bekannt. Mit der Rückennummer 30 übernahm er schnell die Rolle des Stammtorhüters und stand von Beginn an regelmäßig in der Startformation.

In der Saison 2023–2024 bestritt Hildebrand 37 Spiele. Er gewann 26 davon, erreichte eine Fangquote von 91,7 % und einen Gegentorschnitt von 2,35. Mehrere Shutouts prägten seine Saison. So gewann Berlin am 5. Oktober 2023 gegen den ERC Ingolstadt mit 3:0 – Hildebrand glänzte dabei mit entscheidenden Paraden.

In der Spielzeit 2024–2025 spielte er eine Schlüsselrolle in den Play-offs. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale parierte er über 90 % der Schüsse. In mehreren Play-off-Partien wehrte er mehr als 30 Schüsse ab, bei einem Gegentorschnitt von unter 2,2.

Dank seiner konstanten Leistungen, mehrerer Shutouts und spektakulärer Saves entwickelte sich Hildebrand zu einer der medialen Identifikationsfiguren des Klubs. Deutsche und europäische Sportmedien berichteten regelmäßig über seine Auftritte, während Fans seine Paraden intensiv in sozialen Netzwerken diskutierten.

Die schnelle Anpassung an das Defensivsystem der Eisbären sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Trainerstab machten sich rasch bezahlt. Bereits in seiner ersten Saison zählte die Defensive Berlins zu den stabilsten der Liga – mit durchschnittlich weniger als zweieinhalb Gegentoren pro Spiel.

Anerkennung, Auszeichnungen und Popularität

Im Laufe seiner Karriere erhielt Jake Hildebrand zahlreiche individuelle Auszeichnungen. Während seiner College-Zeit wurde er in der Saison 2014–2015 als Torhüter des Jahres und Spieler des Jahres der Big Ten Conference geehrt und in das All-American First Team berufen.

In Nordamerika wurde er mehrfach als Goalie of the Week in der ECHL und AHL ausgezeichnet. Der Höhepunkt folgte 2021 mit dem Titel ECHL Goaltender of the Year. In Deutschland bestätigte er dieses Niveau bei den Eisbären Berlin und trug mit seiner Konstanz maßgeblich zum DEL-Meistertitel in der Saison 2024–2025 bei.

Jake Hildebrand steht damit sinnbildlich für einen erfolgreichen transatlantischen Karriereweg – und für die Bedeutung eines konstanten Torhüters auf dem Weg zu nationalen Titeln.

Quellen:

  1. https://www.eisbaeren.de/players/detail/hildebrand
  2. https://www.floridaeverblades.com/news/2021/06/florida-s-hildebrand-named-warrior-hockey-echl-goaltender-of-the-year
  3. https://10k.hockey/u/689c606f-b400-4585-8a45-d114375565a9
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