Maodo Lo gehört zu den auffälligsten Basketballspielern des modernen europäischen Basketballs und gilt als echter Stolz Berlins. Geboren in der deutschen Hauptstadt, vereint er deutsche Disziplin mit afrikanischen Wurzeln – eine Kombination, die seinen unverwechselbaren Spielstil geprägt hat. Von den ersten Würfen auf dem Spielplatz bis zu Auftritten bei Europas Topklubs legte Maodo Lo einen langen und anspruchsvollen Weg zurück, gewann Meistertitel, erlangte die Anerkennung der Fans und sammelte wertvolle internationale Erfahrung in der EuroLeague.
Seine Geschichte ist mehr als eine klassische Sportlerbiografie. Sie zeigt, wie Talent, Ausdauer und echte Leidenschaft für das Spiel an die Spitze des Basketballs führen können. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Stationen seiner Karriere, seinen Spielstil, seinen Beitrag zur Nationalmannschaft sowie seinen Einfluss auf die Entwicklung des Basketballs in Deutschland und Europa. Mehr dazu auf iberlin.
Kindheit eines Basketballspielers
Maodo Lo wurde 1991 in Berlin geboren. Sein Vater stammt aus dem Senegal, seine Mutter ist Deutsche. Die Familie lebte im Stadtteil Pankow, wo er seine Kindheit verbrachte. Schon früh interessierte er sich für Sport, doch besonders der Basketball zog ihn in seinen Bann. Die ersten Trainingseinheiten fanden auf Schulhöfen und in lokalen Jugendvereinen Berlins statt.

Trainer der ALBA Berlin Junior Teams wurden auf ihn aufmerksam, als er mit 12 oder 13 Jahren bereits durch seine Wurfgenauigkeit und Schnelligkeit auf dem Feld überzeugte.
Im Jugendalter zog Maodo Lo in die USA, um bessere schulische und sportliche Möglichkeiten zu erhalten. Zunächst besuchte er die Wilbraham & Monson Academy im Bundesstaat Massachusetts. Dort spielte er regelmäßig für das Schulteam, erzielte im Schnitt rund 18 Punkte pro Spiel, traf konstant von der Dreierlinie und sammelte wichtige Erfahrungen im Teamspiel. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt und weckten das Interesse von College-Scouts.
Nach der Schule wechselte Maodo Lo an die Columbia University in New York. In vier Spielzeiten absolvierte er 121 Partien und kam dabei auf durchschnittlich 14,5 Punkte, etwa 3,5 Rebounds und 2,8 Assists pro Spiel. Seine Dreierquote lag konstant bei rund 40 Prozent. Besonders im College legte er das Fundament für seine Profikarriere: Er verbesserte sein Ballhandling, steigerte seine Geschwindigkeit und lernte, eine Offensive zu lenken. Während seiner Studienzeit wurde er mehrfach als einer der besten Spieler der Ivy League ausgezeichnet.
Professionelle Klubkarriere
Nach dem Abschluss seines Studiums begann Maodo Lo seine Profikarriere in Europa. Sein erster Verein war Brose Bamberg. In der Saison 2016–2017 kam er in 30 Spielen der Bundesliga und des nationalen Pokals zum Einsatz. Dabei erzielte er durchschnittlich 9,5 Punkte pro Partie und steuerte rund drei Assists bei.
Mit Brose Bamberg gewann er in dieser Saison sowohl die deutsche Meisterschaft als auch den Pokal.
2018 folgte der Wechsel zum FC Bayern München, für den er zwei Spielzeiten aktiv war. In der Saison 2018–2019 half er dem Team, den deutschen Meistertitel zu holen. Im Schnitt kam er in dieser Zeit auf 8,7 Punkte und 2,5 Assists pro Spiel.
Im Jahr 2020 kehrte der Guard nach Berlin zurück und unterschrieb bei ALBA Berlin. Dort verbrachte er drei Spielzeiten und spielte sowohl in der Bundesliga als auch in der EuroLeague. In der Saison 2020–2021 gewann er mit ALBA die deutsche Meisterschaft, 2021–2022 folgte ein weiterer nationaler Titel.
Seinen stärksten EuroLeague-Auftritt zeigte er 2022, als er gegen Olympiacos Piräus 27 Punkte erzielte, dazu sieben Assists und fünf Rebounds sammelte. Diese Leistung brachte ihm die Auszeichnung als MVP des Spieltags ein.
2023 unterschrieb Maodo Lo beim italienischen Spitzenklub Olimpia Milano. Dort erzielte er in der EuroLeague regelmäßig rund zehn Punkte pro Spiel und half dem Team, im nationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben. In der Saison 2024–2025 lief er für Paris Basketball auf und hielt ebenfalls einen Punkteschnitt von etwa zehn Zählern pro Partie.

2025 folgte der Wechsel zu Žalgiris Kaunas, wo Einsätze in der EuroLeague und in der litauischen Meisterschaft geplant waren.
Insgesamt bestritt Maodo Lo im Laufe seiner Karriere mehr als 240 Spiele auf EuroLeague-Niveau sowie über 150 Partien in nationalen Ligen. Er stand regelmäßig in der Startformation, überzeugte mit hoher Wurfquote und war konstant ins Teamspiel eingebunden.
Nationalmannschaft und internationale Auftritte
Maodo Lo wurde mehrfach in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Sein Debüt im A-Team gab er 2017 in den Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft. Er nahm an den Turnieren FIBA EuroBasket 2017 und EuroBasket 2019 teil sowie an Qualifikationsspielen zu Weltmeisterschaften.
Bei der EuroBasket 2019 absolvierte Lo sechs Spiele. Gegen Frankreich erzielte er 12 Punkte und holte vier Rebounds. Im Spiel gegen Italien kam er auf zehn Punkte, fünf Assists und drei Steals. Seine Rolle bestand vor allem darin, die Offensive zu steuern, den Ball zu verteilen und Chancen für Mitspieler zu kreieren. Auf internationalem Niveau stand er häufig in der Startformation und unterstützte jüngere Spieler bei der Anpassung an das hohe Spieltempo.
Bereits 2021 zeigte er in den Vorbereitungscamps zur Olympia-Qualifikation solide Werte mit durchschnittlich zehn Punkten und drei Assists pro Spiel. In den Qualifikationsspielen zur FIBA World Cup 2022 erzielte er im Schnitt 9,5 Punkte und 2,7 Assists. Insgesamt zeichnete sich sein Beitrag zur Nationalmannschaft durch schnelle Umschaltmomente, sichere Distanzwürfe und Stabilität auf der Guard-Position aus.

Spielstil und Stärken
Maodo Lo agiert als Combo Guard und verbindet die Aufgaben eines Playmakers mit denen eines Shooting Guards. Zu seinen größten Stärken zählen Tempo, ein zuverlässiger Dreipunktwurf und die Fähigkeit, Angriffe zu initiieren.
Laut EuroLeague-Statistiken der Saison 2022–2023 traf er rund 38 Prozent seiner Dreier bei ALBA Berlin und etwa 40 Prozent während seiner Zeit bei Paris Basketball.
In der Offensive sucht er häufig Positionen, von denen aus er schnell zum Korb ziehen, einen Pass spielen oder selbst abschließen kann. In Fastbreak-Situationen bewegt er sich aktiv entlang der Dreierlinie, schafft Räume für seine Mitspieler und bleibt selbst stets torgefährlich.
Defensiv setzt Lo gegnerische Guards unter Druck, stört schnelle Spielzüge und erzwingt Ballverluste. Seine Körpergröße und Reichweite helfen ihm, den Raum am Perimeter zu kontrollieren und schwierige Würfe zu erzwingen.
Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen mehrere EuroLeague-Spiele mit mehr als 25 Punkten, allen voran die Partie gegen Olympiacos Piräus mit 27 Punkten, sieben Assists und fünf Rebounds, die ihm den Titel MVP des Spieltags einbrachte.
Einfluss und Popularität
Maodo Lo genießt große Popularität in Europa, besonders in Deutschland, Italien und Frankreich. In Berlin taucht sein Name regelmäßig in den Sportnachrichten und auf lokalen Fernsehsendern auf. Nach Spielen von ALBA Berlin fanden sich seine Leistungen oft in den wöchentlichen Ranglisten der besten Bundesliga-Spieler.
In der Saison 2021–2022 wurde er nicht nur für seine Punktzahlen, sondern auch für seine Effizienz von der Dreierlinie und seine präzisen Pässe hervorgehoben.
Sein Einfluss auf den deutschen Basketball reicht über den Spielbetrieb hinaus. Maodo Lo besucht regelmäßig Jugendakademien, leitet Trainingseinheiten und organisiert Basketball-Camps für junge Spieler in Berlin. Im Sommer 2022 fanden in der Halle von ALBA Berlin Trainingseinheiten mit Nachwuchsspielern statt, bei denen er Wurftechnik, Defensivarbeit und Passspiel demonstrierte.

Seine Tipps und Übungen wurden in lokalen Sportblogs und auf den Seiten von Jugendvereinen intensiv diskutiert.
Auch in den sozialen Medien ist Maodo Lo aktiv. Auf Instagram folgen ihm über 50.000 Menschen, wo er regelmäßig Trainingsvideos, Spielszenen und Eindrücke von Turnierreisen teilt.
Quellen: