9 Februar 2026

Die Berlinerin Lisa Unruh – Silbermedaillengewinnerin im Bogenschießen bei den Olympischen Spielen

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Bogenschießen ist nicht nur eine der ältesten Sportarten der Welt mit einer 5000-jährigen Geschichte, sondern auch eine körperlich äußerst anspruchsvolle Disziplin. Ein starker Körper und die Fähigkeit, ihn zu kontrollieren, sind essenziell – so sagt Lisa Unruh, Weltmeisterin und Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2016. Die Athletin verbringt viel Zeit im Fitnessstudio, trainiert ihre Ausdauer durch Schwimmen und Laufen und arbeitet an ihrer Konzentration, die bei Wettkämpfen besonders wichtig ist. Mehr über die Berlinerin, die zweimal an Olympischen Spielen teilnahm und sowohl in Einzel- als auch in Teamwettbewerben Medaillen gewann, erfahren Sie auf iberlin.eu.

Bogenschießen statt Schwimmen

Lisa Unruh wurde in Berlin geboren und wuchs auch dort auf. Bevor sie ihre Leidenschaft für das Bogenschießen entdeckte, versuchte sie sich im Schwimmen, doch das gefiel ihr nicht. Sie suchte nach einer Sportart, bei der sie sich wohlfühlte und Freude hatte. Nach dem Besuch mehrerer Sportgruppen entdeckte die Fünftklässlerin das Bogenschießen. Schon nach den ersten Trainingseinheiten wusste Lisa, dass sie ihre Leidenschaft gefunden hatte. Bis heute erzählt sie begeistert von ihrer Faszination für diesen Sport.

Seit 2006 tritt Lisa bei internationalen Wettkämpfen an. Bei den Europameisterschaften belegte sie mit der deutschen Mannschaft den vierten Platz. 2007 gewann sie ihren ersten Einzeltitel und eine Bronzemedaille mit dem Team bei den Europameisterschaften in Bjelovar. 2008 erreichte sie in Vittel den achten Platz im Einzel und gewann Silber mit dem deutschen Team.

Medaillenpause vor den Olympischen Spielen

Nach diesen Erfolgen folgten einige Jahre ohne internationale Einzelmedaillen. Ein kleiner Trost war die Bronzemedaille mit dem Team bei den Europameisterschaften 2012 in Amsterdam. Zwei Jahre später gewann die Mannschaft Silber bei den Europameisterschaften in Etschmiadsin. 2015 holte Lisa mit dem Team Gold bei den Hallen-Europameisterschaften in Koper und Bronze im Einzel. 2016 wurde sie Weltmeisterin bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Ankara. Von den Europameisterschaften 2016 in Nottingham kehrte sie mit zwei Bronzemedaillen – im Einzel und mit dem Team – zurück.

Olympisches Silber in Rio

Das Jahr 2016 markierte einen Höhepunkt ihrer Karriere. Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro erreichte Lisa Unruh das Finale, wo sie der Südkoreanerin Chang Hye-jin unterlag. Diese Silbermedaille war die erste Einzelmedaille für eine deutsche Bogenschützin bei den Olympischen Spielen. Für diesen Erfolg wurde sie am 1. November 2016 von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Nach diesem Triumph gewann Unruh 2017 die Goldmedaille bei den World Games in Breslau. Neben dem olympischen Recurve-Bogen nahm sie auch in anderen Disziplinen teil. 2014 wurde sie mit dem Team des SV Loccum aus Niedersachsen Weltmeisterin im Feldbogenschießen in Zagreb. 2018 gewann sie sowohl im Einzel als auch mit dem Team erneut den Weltmeistertitel im Feldbogenschießen.

Abschluss der Karriere

Vier Jahre nach Rio trat Lisa Unruh bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an. Dort holte sie mit dem deutschen Team eine Bronzemedaille. Im Duell um Platz drei gegen Belarus sicherte das deutsche Team, bestehend aus Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh, die Medaille. Im Juni 2022 gab Unruh ihren Rücktritt von internationalen Wettkämpfen bekannt.

Im September 2020 heiratete Lisa Unruh ihren Teamkollegen Florian, mit dem sie seit 2015 zusammen ist. Das Paar trat regelmäßig bei Mixed-Wettbewerben an.

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