In Berlin wenden sich viele Familien an die Charité, sobald es um die Gesundheit ihrer Kinder geht. Hier arbeiten Expertinnen und Experten, die täglich sowohl leichte als auch komplexe Fälle betreuen. Eltern erzählen oft, dass sie sich in dieser Klinik besonders gut aufgehoben fühlen: Die Ärztinnen und Ärzte nehmen sich Zeit, erklären verständlich und reagieren selbst auf kleinste Veränderungen im Zustand des Kindes.
In die Charité kommen Familien aus ganz Deutschland und aus dem Ausland – manche wegen einer präzisen Diagnose, andere wegen einer anspruchsvollen Behandlung oder einfach, weil sie diesem Ort vertrauen. In den Kinderstationen arbeiten Teams, die wissen, wie man Kinder beruhigt und Eltern ein Gefühl von Sicherheit gibt. Genau deshalb gilt die Charité heute als einer der bedeutendsten Standorte der Kindermedizin in Berlin. Mehr dazu auf iberlin.
Geschichte des Krankenhauses
Die Charité entstand bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Ursprünglich diente sie als Einrichtung zur Aufnahme von Menschen während Epidemien. Mit den Jahren entwickelte sie sich zu einer medizinischen Ausbildungsstätte. Junge Medizinerinnen und Mediziner lernten hier, bevor sie später in ganz Deutschland arbeiteten. Im Laufe der Zeit forschten an der Charité zahlreiche herausragende Wissenschaftler – einige von ihnen wurden später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Heute funktioniert die Charité als Universitätsklinikum. Sie ist eng verbunden mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Berliner Universitätsmedizin, weshalb im Krankenhaus ständig Studierende, Assistenzärzte und Forschende präsent sind. Hier finden Vorlesungen, Praktika und große Forschungsprojekte statt. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen beteiligen sich an internationalen Programmen, in denen neue Behandlungsprotokolle für Kinder diskutiert werden.

Die Pädiatrie der Charité ist seit Langem ein eigenständiges wissenschaftliches Feld. In diesen Räumen wurden neue Behandlungsmethoden entwickelt und experimentelle Therapien erforscht – Ansätze, die heute in vielen Kliniken Europas Standard sind. Außerdem finden hier regelmäßig klinische Studien statt, an denen Kinder mit chronischen und komplexen Erkrankungen teilnehmen. So erhalten viele Familien Zugang zu modernen Verfahren, die in anderen Kinderkliniken noch gar nicht vorhanden sind.
Pädiatrische Zentren der Charité
Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Charité hat seinen Schwerpunkt am Campus Virchow-Klinikum. Dort befinden sich die meisten pädiatrischen Stationen, und Eltern treffen auf Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen.
In der Allgemeinen Pädiatrie werden Kinder mit häufigen Beschwerden behandelt: Fieber, Magen-Darm-Infektionen, Entwicklungsstörungen oder allergischen Reaktionen. Direkt nebenan arbeitet das Team für Infektionskrankheiten, das sich um bakterielle und virale Infektionen kümmert. Die Ärztinnen und Ärzte haben Zugang zu moderner Labordiagnostik, wodurch sich Ursachen von Krankheiten schnell bestätigen lassen.
Ganz in der Nähe befindet sich die endokrinologische Abteilung. Hier werden Kinder mit hormonellen Veränderungen, Wachstumsstörungen, Diabetes und seltenen endokrinen Syndromen betreut. In der Gastroenterologie durchlaufen junge Patientinnen und Patienten Untersuchungen bei Verdauungsproblemen, chronischen Darmentzündungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Besonders stark ist auch die Neonatologie ausgebaut. Sie behandelt Frühgeborene und Neugeborene mit komplizierten Zuständen. Die Intensivräume sind mit spezialisierten Geräten für extrem kleine Babys ausgestattet; Pflegekräfte überwachen die Kinder rund um die Uhr.
Im Klinikalltag treffen sich Fachleute verschiedener Disziplinen täglich. Wenn ein Kind mehrere Erkrankungen hat, kommen die Teams zu gemeinsamen Fallbesprechungen zusammen. Das verhindert widersprüchliche Therapien und erspart Familien die Suche nach zusätzlichen Fachmeinungen. In vielen Fällen beschleunigt diese Zusammenarbeit die Diagnose erheblich.

Hochspezialisierte pädiatrische Bereiche
Besonders hervorzuheben ist die starke Abteilung für pädiatrische Onkologie und Hämatologie. Hier werden Kinder mit Leukämien, Lymphomen, Hirntumoren und seltenen hämatologischen Syndromen behandelt. Ein interdisziplinäres Team aus Onkologen, Hämatologen, Psychologen und Schmerztherapeutinnen arbeitet bei jedem Fall zusammen. Viele Kinder werden nach internationalen, modernen Protokollen behandelt, an denen die Charité im Rahmen wissenschaftlicher Programme beteiligt ist. Manche Patientinnen und Patienten erhalten hier Therapien, die in Europa noch geprüft werden.
Im anderen Teil des Campus befindet sich die Kinderintensivstation. Dort werden Neugeborene und ältere Kinder behandelt, die kontinuierliche Überwachung benötigen. Die Räume sind mit Beatmungsgeräten, Herzmonitoren und Systemen zur lückenlosen Überwachung des Gesundheitszustands ausgestattet. Anästhesieteams und Intensivpflegekräfte betreuen Säuglinge jeder Größe – von stabilen Babys bis hin zu Frühgeborenen mit nur wenigen hundert Gramm Körpergewicht.
Direkt daneben liegt das Zentrum für pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Immunologie. Hier betreut man Kinder mit Asthma, schweren Allergien, Immundefekten und seltenen Autoimmunerkrankungen. Die Teams führen täglich Lungenfunktionstests durch, machen Inhalationsproben und wählen Therapien für Kinder aus, die auf Pollen, Lebensmittel oder häusliche Allergene reagieren. Immunologinnen arbeiten zudem eng mit chronisch kranken Kindern zusammen, die langfristige Betreuung benötigen.

Auch die pädiatrische Radiologie ist hochmodern: Für MRT und CT werden besondere Protokolle genutzt, die die Strahlenbelastung minimieren. Ultraschallgeräte ermöglichen die Darstellung selbst kleinster Gewebeveränderungen. Einige Radiologinnen arbeiten ausschließlich mit Kindern, wodurch Untersuchungen schneller und stressfreier ablaufen.
Technologien, Ausstattung und Innovationen
Wie bereits deutlich wird, setzt die Charité auf präzise Diagnostiksysteme: moderne MRT- und CT-Geräte, High-End-Ultraschall, molekulare Labordiagnostik sowie Technik zur Überwachung kritischer Zustände. Kinder werden nach speziellen Protokollen untersucht, die Sicherheit und geringe Belastung garantieren. Dazu gehören Inkubatoren mit kontrollierter Temperatur, mobile Beatmungssysteme und Geräte für nicht-invasive Sauerstofftherapien. Dadurch können Ärztinnen und Ärzte Frühgeborene oft schon in den ersten Lebensstunden stabilisieren.
Die Teams nehmen außerdem an internationalen klinischen Studien teil. Viele Projekte laufen gleichzeitig in mehreren Ländern – und die Charité gehört zu den führenden Zentren, die diese Daten auswerten. Deshalb erfahren viele Eltern hier früher von neuen Behandlungsmöglichkeiten, lange bevor diese in die Standardversorgung übergehen.
Wichtig ist auch die digitale Infrastruktur. Telemedizinische Konsultationen ermöglichen schnelle Rücksprache mit Fachleuten aus anderen Kliniken oder europäischen Partnern. Diagnosedaten können online übermittelt werden, wodurch Ergebnisse deutlich schneller vorliegen. Manche Kinder erhalten Geräte für die Fernüberwachung, sodass Ärztinnen und Ärzte ihren Zustand sogar nach der Entlassung beobachten können.

Komfort für Eltern und junge Patientinnen und Patienten
In der Charité wird viel dafür getan, dass sich Kinder und Eltern wohlfühlen. Die Zimmer sind kindgerecht gestaltet, mit farbenfrohen Möbeln und teilweise bemalten Wänden. In der Nähe der Stationen gibt es Spielräume, in denen Kinder spielen können, während Untersuchungen vorbereitet werden.
Für Eltern stehen eigene Räume bereit, in denen sie sich ausruhen, austauschen oder sogar über Nacht in der Nähe ihrer Kinder bleiben können. Psychologinnen und Berater unterstützen Familien dabei, das Behandlungskonzept zu verstehen und die emotionale Belastung zu reduzieren.
Die medizinischen Teams achten stets auf den emotionalen Zustand der kleinen Patientinnen und Patienten. Eingriffe werden so schonend wie möglich durchgeführt, und Methoden der „comfort medicine“ helfen, Angst und Schmerz zu reduzieren.
Für internationale Familien gibt es eine spezielle Abteilung. Sie hilft bei Übersetzungen, Versicherungsfragen und der Organisation der Behandlung. Viele Kinder erhalten Diagnostik und Therapie auch ohne deutsche Versicherung – die Klinik unterstützt die Familien durchgehend während ihres Aufenthalts.
Quellen: