9 Februar 2026

Die Berlinerin Claudia Pechstein – Erfolgreichste Olympiasiegerin im Eisschnelllauf

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Sie ist Bundespolizeikommissarin und CDU-Politikerin. Doch Claudia Pechstein wurde auch achtmal zur Berliner Sportlerin des Jahres gekürt. Die Liebe ihrer Fans überwiegt alles, was sicherlich ihren sportlichen Erfolgen zu verdanken ist. Claudia errang fünf olympische Siege im Eisschnelllauf. Aus ihren Medaillen könnte sie vermutlich ein Denkmal bauen – und es bliebe noch genug für ein Tafelservice übrig. Mehr über das Leben und die sportlichen Erfolge dieser außergewöhnlichen Berliner Sportlerin erfahren Sie auf iberlin.eu.

Die ersten Erfolge

Claudia Pechstein wurde 1972 in der DDR geboren und wuchs im Berliner Bezirk Marzahn auf. Nach der Wiedervereinigung absolvierte sie eine Ausbildung bei der Bundesgrenzschutzbehörde. Neben ihrer sportlichen Karriere arbeitet sie als Polizeikommissarin bei der Bundespolizei. Zudem ist sie politisch aktiv und trat erfolgreich für die CDU an. 2010 ließ sich die Berlinerin nach zwölf Jahren Ehe scheiden. Ihr neuer Partner wurde der Berliner Unternehmer Matthias Große.

Wie die meisten Spitzensportler begann Claudia Pechstein schon früh mit dem Eislaufen. Ihre ersten Erfolge feierte sie bei Kinderwettbewerben in der DDR. Im Alter von 13 Jahren gewann sie die Kinder- und Jugendspartakiade. 1991, bei den ersten gesamtdeutschen Meisterschaften, errang Claudia Pechstein Silber über 3000 und 5000 Meter. Ihre Karriere krönte sie mit fünf olympischen Siegen in den Jahren 1994, 1998, 2002 und 2006. Hinzu kamen vier weitere olympische Medaillen sowie zahlreiche Titel bei Welt- und Europameisterschaften.

Doping-Skandale

Claudia Pechstein ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin im Wintersport. 2009 wurde sie wegen auffälliger Blutwerte des Dopings beschuldigt und gesperrt. Sie legte dagegen Klage ein und konnte nachweisen, dass sie eine vererbte Blutanomalie hat. Die Sperre endete Anfang 2011, und im Februar desselben Jahres feierte sie ihr offizielles Comeback, indem sie sich für die Weltmeisterschaften in Salt Lake City qualifizierte. Ihr Comeback nach den Anschuldigungen war mehr als eindrucksvoll.

Kurz nach dem ersten Doping-Skandal folgte ein weiterer Vorfall, erneut aufgrund auffälliger Blutwerte. Ärzte diagnostizierten bei ihr eine vererbte Blutanomalie, die extrem hohe Erythrozytenzahlen verursachte. Der internationale Eislaufverband ISU sperrte Claudia Pechstein dennoch für zwei Jahre wegen Blutdopings. Versuche, die Sperre vor Gericht anzufechten, blieben erfolglos.

Leben nach der Sperre

Nach Ablauf der Sperre nahm Claudia Pechstein wieder an Weltcup-Rennen teil. Sie wurde die älteste Medaillengewinnerin auf einer Einzelstrecke in der Geschichte des Eisschnelllaufs. Zusätzlich begann sie eine Karriere im Bahnradfahren.

Die Athletin blieb auch weiterhin aktiv, gewann mehrere Wettkämpfe und nahm an den Olympischen Winterspielen 2022 teil – mit bemerkenswertem Erfolg.

Politisch hingegen erlitt sie einen Rückschlag: 2021 schaffte es Claudia nicht in den Bundestag.

Zusammenfassend lässt sich über die sportlichen Leistungen der Berlinerin sagen: fünf olympische Goldmedaillen, eine Goldmedaille bei der Mehrkampf-Weltmeisterschaft, fünf weitere Goldmedaillen bei Einzelstrecken-Weltmeisterschaften und drei Goldmedaillen bei Europameisterschaften. Wie viele Sportlerinnen können auf eine solche Bilanz verweisen? Eine rhetorische Frage.

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