Niko Kovač ist ein ehemaliger kroatischer Fußballspieler und Trainer. Von Juli 2018 bis November 2019 war er Cheftrainer beim FC Bayern München, wo er Jupp Heynckes ablöste. Im November 2019 wurde er überraschend entlassen. Näheres zu seiner Biografie und seinen sportlichen Erfolgen erfahren Sie auf iberlin.eu.
Fußball-„Universitäten“

Kovač wurde am 15. Oktober 1971 in Berlin-Wedding geboren und wuchs dort mit seiner Schwester und seinem jüngeren Bruder Robert auf. Beide Brüder waren von klein auf vom Fußball begeistert und bis heute unzertrennlich. Robert Kovač unterstützte Niko als Co-Trainer bei Bayern München.
Seine Fußballkarriere begann Niko beim Club „Rapide“ in Wedding. Später wechselte er zu „Hertha Zehlendorf“, dem führenden Verein des Berliner Jugendfußballs vor dem Fall der Berliner Mauer. Von 1991 bis 1996 spielte Kovač für den Zweitligisten Hertha BSC. Anschließend wechselte der defensive Mittelfeldspieler für drei Jahre zu Bayer 04 Leverkusen, wo er 77 Bundesligaspiele, sieben Champions-League-Partien und vier UEFA-Cup-Begegnungen bestritt. Mit Bayer 04 wurde er 1999 deutscher Vizemeister.
Weitere Stationen waren der Hamburger SV, der FC Bayern München, Hertha BSC und Red Bull Salzburg. Für die kroatische Nationalmannschaft absolvierte Kovač zwischen 1996 und 2008 insgesamt 83 Spiele. Von 2013 bis 2015 war er Nationaltrainer Kroatiens. Zudem war er als Trainer bei Red Bull Salzburg tätig.
Trainerkarriere

2016 übernahm Kovač Eintracht Frankfurt, das sich zu diesem Zeitpunkt im DFB-Pokal befand. Seine Zeit in Frankfurt wurde zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. 2018 führte er Eintracht Frankfurt überraschend zum Sieg im DFB-Pokal gegen Bayern München – seinen späteren Arbeitgeber. Dies war der erste Titel für Eintracht seit 30 Jahren.
Als Trainer beim FC Bayern München verdiente Niko Kovač etwa 7,5 Millionen Euro pro Jahr. Im Vergleich zu Kollegen wie Pep Guardiola, der bei Manchester City deutlich mehr verdient, war dies relativ bescheiden. Sein Vertrag lief ursprünglich bis zum 30. Juni 2021, wurde jedoch am 3. November 2019 vorzeitig beendet.
Am 24. Mai 2022 wurde Niko Kovač neuer Cheftrainer des VfL Wolfsburg. Der 50-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2025. Wie schon bei Bayern München, Eintracht Frankfurt, der kroatischen Nationalmannschaft und zuletzt bei AS Monaco nahm er seinen Bruder Robert als Co-Trainer mit.
Umweltschutz

Niko Kovač möchte nicht nur ein Trainer, sondern „vor allem ein Mensch“ sein. Er nennt Ottmar Hitzfeld als sein Vorbild, da dieser stets die Gefühle seiner Spieler verstand und zwischenmenschliche Beziehungen aufbaute.
Kovač trainierte von 2013 bis 2015 die kroatische Nationalmannschaft, unter anderem bei der WM 2014 in Brasilien. Als Trainer ist er nicht nur an der Seitenlinie aktiv: Er joggt regelmäßig, spielt Tennis und Golf. Während seiner Zeit als Spieler beim Hamburger SV erwarb er einen Bootsführerschein für offene Gewässer. Kovač achtet sehr auf seine Ernährung, trinkt keinen Alkohol und raucht nicht.
Der Nachname „Kovač“ bedeutet auf Deutsch „Schmied“. Der Trainer findet das passend, da er sein ganzes Leben lang „wie ein Handwerker“ hart gearbeitet hat.
Niko wuchs in einer christlichen Familie auf und ist überzeugter Katholik. Der Glaube gibt ihm Kraft. Wenn er Zweifel hat, vertraut er auf Gott.
Der Umweltschutz liegt dem Trainer sehr am Herzen. So kauft er ausschließlich Glasflaschen, nutzt zu Hause LED-Lampen, bevorzugt regionale Lebensmittel und fährt so selten wie möglich Auto. Niko Kovač ist seit 1999 mit Kristina Kovač verheiratet und hat eine Tochter namens Laura.